{"id":393,"date":"2016-05-23T20:16:00","date_gmt":"2016-05-23T18:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kritjur.spline.de\/?p=393"},"modified":"2016-05-23T20:21:12","modified_gmt":"2016-05-23T18:21:12","slug":"bakj-sommerkongress-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kritjur.spline.de\/?p=393","title":{"rendered":"BAKJ &#8211; Sommerkongress 2016 <em>recht queerfeministisch<\/em>"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\">(Details zu Zeit und Ort siehe Terminhinweise rechts)<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Programm<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Referent_innen werden entweder in deutsch oder englisch sprechen.<br \/>\nBitte meldet euch bei uns, wenn ihr \u00dcbersetzungen ben\u00f6tigt (am besten<br \/>\nauch schon mit Pr\u00e4ferenz zu welchen Veranstaltungen ihr gerne gehen<br \/>\nw\u00fcrdet, wenn es m\u00f6glich ist), damit wir besser planen k\u00f6nnen. Wir werden<br \/>\nversuchen alles zu erm\u00f6glichen und uns bei euch melden. Wir freuen uns<br \/>\nsehr!<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nFreitag, 03.06.2016<br \/>\n16:00-17:00 Vorstellungsrunde<br \/>\n17:00-19:00 Worldcaf\u00e9<br \/>\n19:00-21:00 Abendessen<br \/>\n21:00 Podiumsdiskussion: Reform des Sexualstrafrechts<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nSamstag, 04.06.2016<br \/>\n9:00-11:00 Fr\u00fchst\u00fcck<br \/>\n11:00-13:00 Workshopphase 1<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*LGBTIQ Refugees \u2013 Between Silencing and Instrumentalization (11 \u2013 12.30<br \/>\n(15 min break); 12.45 \u2013 14.15) (Ahmed Awadalla and Iris Rajanayagam)<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nThis two-part workshop will address the situation of LGBTIQ in<br \/>\nGermany. The<br \/>\nfirst part will look at the actual situations and experiences of<br \/>\nLGBTIQ<br \/>\nrefugees and which of their rights are being violated. The second<br \/>\npart will<br \/>\ntake an analytical look at pinkwashing and instrumentalization in<br \/>\nthe<br \/>\ncontext of LGBTIQ asylum in Germany.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Die Wirkmacht von Pornographie (Anja Schmidt)<br \/>\nPornographie wird begrifflich zwischen sozialsch\u00e4dlichem Schund,<br \/>\neiner<br \/>\nVerletzung der Menschenw\u00fcrde \/ des sexuellen Selbstbestimmungsrechts<br \/>\nvon<br \/>\nFrauen und sexpositiver Inspiration verortet. Nach einer<br \/>\nVergewisserung \u00fcber<br \/>\ndieses Spannungsfeld werden wir uns vor dem Hintergrund der<br \/>\nfeministischen<br \/>\nBewegungen gegen und f\u00fcr Pornographie, der aktuellen Wirkungs- und<br \/>\nNutzungsforschung und medienp\u00e4dagogischen Erkenntnissen interaktiv<br \/>\nmit der<br \/>\nWirkmacht von Pornographie auseinandersetzen: Vermag sie zu<br \/>\nsexualisierter<br \/>\nGewalt oder sexuell aggressivem Verhalten motivieren, ist sie<br \/>\nbelanglos oder<br \/>\nvielleicht sogar in einem emanzipatorischen Sinne inspirierend?<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*Rechtliche Stellung von Inter*Personen (Lucie Veith)<br \/>\nIntersexuelle Menschen sind in unserer Gesellschaft zumeist<br \/>\nunsichtbar, werden kaum wahrgenommen. Geschlecht wird auf vielen Ebenen<br \/>\nmit dem Konstrukt einer Zweigeschlechtlichkeit gleichgesetzt. Kinder,<br \/>\ndie den Erwartungen von m\u00e4nnlich \u2013 weiblich hinsichtlich der Chromosomen<br \/>\nund\/oder der Hormone, Anatomie, Entwicklung nicht entsprechen werden<br \/>\nnicht akzeptiert, und ihre Teilhabe am Leben durch unsachgem\u00e4\u00dfe<br \/>\nGeschlechtszuweisung verunm\u00f6glicht. Durch die Wegnahme der<br \/>\nhormonproduzierenden Organe im Kindesalter wird eine lebenslange<br \/>\nUnfruchtbarkeit besiegelt und eine Abh\u00e4ngigkeit von Hormonsubstitution<br \/>\nohne ausreichende Evidenz geschaffen. Warum greifen hier nationale<br \/>\nGesetze nicht? Welche staatlichen Verpflichtungen werden hier verletzt?<br \/>\nWelchen Schutz k\u00f6nnte man hier aus den ratifizierten UN-<br \/>\nMenschenrechtsabkommen ableiten?<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nIn diesem Workshop wird es um einem tieferen Einblick in die Normen<br \/>\nvon Geschlecht und die Situation der intersexuellen Menschen im Recht<br \/>\ngehen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n13:00-14:00 Mittagessen<br \/>\n14:00-16:00 Workshopphase 2<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*Lager-Abschaffung \u2013 eine internationalrechtliche Perspektive (Nadija<br \/>\nSamour)<br \/>\nIn diesem Workshop werden wir die historischen und rechtlichen<br \/>\nKontinuit\u00e4ten kolonialer Disziplinierungs- und Unterbringungspraktiken<br \/>\nin Deutschland untersuchen. Dabei werden wir uns internationaler<br \/>\nRechtsrahmen widmen: Welche Vorgaben gibt es hinsichtlich der<br \/>\nLagerunterbringung von Gefl\u00fcchteten? Wie werden Residenzpflicht und<br \/>\nandere r\u00e4umliche und wohnliche Restriktionen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete in<br \/>\nv\u00f6lkerrechtlichen Abkommen gewertet?<br \/>\nUnd schlie\u00dflich: wie k\u00f6nnen wir Argumente gegen die<br \/>\nLagerunterbringung von Gefl\u00fcchteten aus international-rechtlichen<br \/>\nVorgaben formulieren?<br \/>\nDer Workshop positioniert sich gegen die unfreiwillige<br \/>\nLagerunterbringung von gefl\u00fcchteten Personen jeglichen Geschlechts und<br \/>\njeglicher Sexuellen Orientierung und sieht diese Ma\u00dfnahme als Teil einer<br \/>\nkolonialen Politik, die in der deutschen Geschichte und Rechtspraxis<br \/>\nfest verankert ist.<br \/>\nLager abschaffen \u2013 ein queerfeministisches Thema!<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*(not) open for all gender \u2013 Der rechtliche Kampf um den<br \/>\nGeschlechtseintrag im Pass (Friederike Boll)<br \/>\nDer derzeitige Rechtsstaat klassifiziert Menschen nach<br \/>\nGeschlechternormen und tr\u00e4gt ihnen im Personenstand Mann, Frau oder ( )<br \/>\nein. \u2013 In diesem Satz zeigen sich schon zentrale Problempunkte, die aus<br \/>\neiner queeren Perspektive zu kritisieren sind: Die benennbaren<br \/>\nGeschlechtergruppen reduzieren sich auf Mann oder Frau. Inter*-Personen<br \/>\nwerden zwar inzwischen nicht mehr in eine der Kategorien<br \/>\nhineingezwungen, haben aber nur die Alternative, gar keinen<br \/>\nGeschlechtseintrag zu haben. F\u00fcr trans*-Personen gilt noch immer das<br \/>\n\u201eTranssexuellengesetz\u201c als Sondergesetz und Eintragungen k\u00f6nnen nur Mann<br \/>\noder Frau lauten. Eine vollwertige, rechtliche Anerkennung von<br \/>\nGeschlechtern, die \u00fcber die bin\u00e4re Geschlechterordnung hinausgehen,<br \/>\nsteht nach wie vor aus.<br \/>\nAu\u00dferdem ist zu kritisieren, dass die Einordnung nicht etwa am Recht<br \/>\nauf Selbstbestimmung der eigenen Geschlechtsidentit\u00e4t orientiert ist,<br \/>\nsondern als Entscheidungsinstanzen die Psychatrie-Medizin einerseits und<br \/>\ndie Justiz andererseits berufen werden, die Geschlechtervielfalt als<br \/>\nKrankheiten pathologisieren. Dieser Zustand verletzt Grund- und<br \/>\nMenschenrechte der Betroffenen. Zugleich tr\u00e4gt er dazu bei, eine<br \/>\nnat\u00fcrlich erscheinende, bin\u00e4r und heterosexistisch gedachte<br \/>\nGeschlechterordnung gesamtgesellschaftliche aufrechtzuerhalten.<br \/>\nIn dem Vortrag geht es zum einen um die derzeitige Ausgestaltung des<br \/>\nPersonenstandsrechts (Recht \u00fcber P\u00e4sse, Geburtsurkunden, etc.) und zum<br \/>\nanderen um eine rechtstheoretische Analyse und Kritik. Zuerst werden<br \/>\nanschaulich die derzeitigen Gesetze erkl\u00e4rt und dargelegt, was das<br \/>\nBundesverfassungsgericht zu geschlechtsbezogenen Grundrechten im Rahmen<br \/>\ndes Transsexuellengesetzes gesagt hat. Dann wird kurz die<br \/>\nrechtspolitische Kampagne Dritte Option vorgestellt, die aktuell f\u00fcr<br \/>\neinen dritten Geschlechtseintrag k\u00e4mpft (www.dritte-option.de).<br \/>\nIm n\u00e4chsten Schritt analysieren wir das Personenstandsrecht mit<br \/>\nHilfe der sogenannten Rechtsformanalyse, wie sie von Sonja Buckel<br \/>\nvorgeschlagen wird. Diese Rechtstheorie bietet die M\u00f6glichkeit zu<br \/>\nverstehen, wie das Recht als Mechanismus der Macht funktioniert und<br \/>\nwelche gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen es hat. Damit kann es uns<br \/>\nhelfen, \u00fcber Vor- aber auch Nachteile von emanzipatorischen<br \/>\nRechtspolitiken nachzudenken.<br \/>\nZiel dieses Inputs ist im Anschluss eine Diskussion und<br \/>\nStrategiedebatte zu provozieren. Fragen k\u00f6nnten dabei sein: Wie k\u00f6nnen<br \/>\nqueere Alternativen aussehen? Welche K\u00e4mpfe k\u00f6nnen angesichts dieser<br \/>\nZust\u00e4nde im Personenstandsrecht mit den Mitteln des Rechts gef\u00fchrt<br \/>\nwerden? Und wo st\u00f6\u00dft das Recht an seine Grenzen? Wo k\u00f6nnen Interessen<br \/>\nvon inter*, trans* und queeren Eltern zusammenkommen; wo gibt es<br \/>\nKonflikte inhaltlicher oder strategischer Art? Was also tun?<br \/>\nVortrag und Diskussion richten sich an alle Interessierten \u2013 nicht<br \/>\nnur an Jurist*innen. Alles wird verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt und es gibt jede<br \/>\nMenge Platz f\u00fcr R\u00fcckfragen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Postkategoriales Antidiskriminierungsrecht \u2013 ein Ausweg aus dem<br \/>\nDilemma der Differenz? (Doris Liebscher)<br \/>\nDie Fallstricke von Gleichheitsrecht das auf Kategorien wie<br \/>\nGeschlecht, sexuelle Identit\u00e4t, Rasse, ethnische Herkunft und Religion<br \/>\nsetzt, werden in der queerfeministischen Debatte unter den Stichworten<br \/>\nDilemma der Differenz und Paradoxien von Rechten kontrovers diskutiert.<br \/>\nAntidiskriminierungsgesetze, so das Fazit, bleiben eine imperfekte<br \/>\nL\u00f6sung f\u00fcr das Problem das sie adressieren. K\u00f6nnen Gerichte beschreiben,<br \/>\nwas es hei\u00dft, dass niemand \u201ewegen seiner Rasse\u201c oder \u201ewegen des<br \/>\nGeschlechts oder der sexuellen Identit\u00e4t\u201c diskriminiert werden darf,<br \/>\nohne dabei selbst Unterschiede festzuschreiben und heterosexistische<br \/>\noder rassistische Zuschreibungen zu reproduzieren, die ihrerseits der<br \/>\nN\u00e4hrboden f\u00fcr Diskriminierung sind? Wird die Einteilung von Menschen in<br \/>\nfeste Gruppen der sozialen Heterogenit\u00e4t dieser Gruppen und der<br \/>\nIntersektionalit\u00e4t von Diskriminierungsrealit\u00e4ten \u00fcberhaupt gerecht?<br \/>\nAngesichts solcher Fragen ist auch die Debatte um ein postkategoriales<br \/>\nAntidiskriminierungsrecht entstanden. Wir wollen auf Basis von<br \/>\nTextausschnitten (Texte im Reader) Vor- und Nachteile verschiedener<br \/>\nModelle diskutieren.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Abtreibung, Pr\u00e4nataldiagnostik und k\u00f6rperliche Selbstbestimmung<br \/>\n(Kirsten Achtelik)<br \/>\nSollen Feminist*innen jede Art von Abtreibung verteidigen? K\u00f6nnen<br \/>\nEntscheidungen \u00fcberhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von<br \/>\nWissen entsteht durch pr\u00e4natale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge<br \/>\noder sind sie behindertenfeindlich?<br \/>\nIn diesem Workshop soll die aktuelle feministische Debatte um das<br \/>\nSpannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden<br \/>\nPotenzialen des feministischen Konzepts \u201eSelbstbestimmung\u201c in Bezug auf<br \/>\nAbtreibung behandelt werden, welche mit zunehmenden Aktivit\u00e4ten und<br \/>\nDemonstrationen von \u201eLebenssch\u00fctzer*innen\u201c wieder aufgeflammt ist.<br \/>\nWeiterhin werden Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen*- und<br \/>\nBehindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen von Frauen* mit<br \/>\nund ohne Behinderung herausgearbeitet. Letztlich geht es um den Versuch<br \/>\nder Beantwortung der Frage, wie ein selektives und nicht<br \/>\nindividualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt<br \/>\nwerden kann.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n16:00-17:00 Kaffee &#038; Kuchen<br \/>\n17:00-19:00 Workshopphase 3<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Sexarbeit aus feministischer und tagespolitischer Sicht<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Fleeing trans-, inter-, homophobia and sexism: the recognition of<br \/>\nreasons of flight or sexed_gendered human rights violations in the<br \/>\nGerman\/European asylum system \u2013 a legal expertise (Barbara Wessel)<br \/>\nIf people have to flee from persecution and violence due to queer-,<br \/>\ntrans-, inter-, homophobia and sexism to seek refuge in Europe, that<br \/>\ndiscrimination doesn\u2019t end in the asylum system.<br \/>\nIn this workshop we will discuss the legal situation regarding the<br \/>\nrecognition of sexed_gendered discrimination as reasons of flight in the<br \/>\nGerman and European asylum system from a legal perspective. Does the law<br \/>\nin the books recognize these reasons of flight? How do courts and<br \/>\nadministration judge them and especially how do people need to \u201cprove\u201d<br \/>\nthere sexual orientation, sexed bodies, gender identity and<br \/>\nsexist_genderistic oppressions in the racist asylum system in<br \/>\nenlightened Europe?<br \/>\nIn this workshop we will work on legal argumentations from an<br \/>\nintersectional perspective to claim human rights for QTILGBW-Refugees.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*CARECORE \u2013 Blick zur\u00fcck aus der Zukunft (N.N.)<br \/>\nCAREarbeit ist nicht nur die Sache von gestressten Eltern und<br \/>\nunterbezahlten Pflegekr\u00e4ften, sondern ist der (oft) unbeleuchtete Teil<br \/>\nunseres eigenen Arbeitsbegriffs. Dabei ist es gerade dieser reproduktive<br \/>\nTeil, der uns das Leben, Arbeiten und K\u00e4mpfen erst erm\u00f6glicht. Deshalb<br \/>\nwird es Zeit, CAREarbeit in unser Konzept von Arbeit zu integrieren.<br \/>\nDer Workshop w\u00e4hlt einen praktischen Ansatz: mittels der FUTURE<br \/>\nARCHIVE Methode blicken wir 15 Jahre in die Zukunft, und zwar in unsere<br \/>\neigene. Wir hatten das Gl\u00fcck, unsere Idealvorstellungen verwirklichen zu<br \/>\nk\u00f6nnen und besprechen nun im R\u00fcckblick: wie war das eigentlich \u201edamals\u201c,<br \/>\nals wir unsere W\u00fcnsche und Ziele in die Tat umsetzten? Auf welche<br \/>\nHindernisse und Schwierigkeiten trafen wir dabei? Wie haben wir sie<br \/>\n\u00fcberwunden?<br \/>\nZiel der Methode ist, aus h\u00f6chst individuellen Perspektiven<br \/>\nkollektive Handlungsstrategien zu entwickeln und so CAREarbeit nicht als<br \/>\nPrivatsache, sondern als politisches Feld zu beackern.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*Kritische M\u00e4nnlichkeit und Strafrecht (Maria Sagmeister)<br \/>\nEs ist kein Geheimnis, dass die meisten Straftaten von M\u00e4nnern*<br \/>\nbegangen wird. Dennoch wurde dieser Umstand lange so nicht<br \/>\nthematisiert,viel eher wurde die geringere Delinquenz von Frauen* \u2013 als<br \/>\nvon der m\u00e4nnlichen Norm abweichendes Verhalten \u2013 hervorgehoben. Auch<br \/>\nfeministische Kritik lenkte ihren Fokus zun\u00e4chst auf Frauen, vor allem<br \/>\nals Opfer. Eine umfassende feministische Strafrechtskritik muss aber<br \/>\nauch M\u00e4nnlichkeit\/en in den Blick nehmen. Die kritische<br \/>\nM\u00e4nnlichkeitsforschung versteht die h\u00f6here Kriminalit\u00e4t von M\u00e4nnern<br \/>\nnicht nur als Ergebnis herrschender M\u00e4nnlichkeitskonzeptionen, sondern<br \/>\nauch als produktiven Bestandteil derselben. Insebondere der Diskurs \u00fcber<br \/>\ndie unterschiedliche Gewaltbereitschaft von Frauen und M\u00e4nnern wirkt<br \/>\nsich auch auf die Wahrnehmung von und den Umgang mit Personen aus, die<br \/>\nwegen Gewalttaten angezeigt und verurteilt werden. W\u00e4hrend m\u00e4nnliche<br \/>\nGewalt normalisiert wird, wirkt weiblich Gewalt doppelt-deviant.<br \/>\nIn diesem Workshop werden Denkans\u00e4tze der Kritischen<br \/>\nM\u00e4nnlichkeitsforschung vorgestellt. Es soll gemeinsam diskutiert werden,<br \/>\nwie wir diese feministische Strafrechtskritik anwendbar machen k\u00f6nn<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nab 19:00 Abendessen<br \/>\nab 22:00 Party<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nSonntag, 05.06.2016<br \/>\n9:00-11:00 Fr\u00fchst\u00fcck<br \/>\n11:00-14:00 Plenum<br \/>\n14:00-15:00 Mittagessen<br \/>\n15:00-17:00 Workshopphase 4<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n* Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (N.N.)<br \/>\n* Sexismus im Gericht (N.N.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Details zu Zeit und Ort siehe Terminhinweise rechts) &nbsp; Programm &nbsp; Die Referent_innen werden entweder in deutsch oder englisch sprechen. Bitte meldet euch bei uns, wenn ihr \u00dcbersetzungen ben\u00f6tigt (am besten auch schon mit Pr\u00e4ferenz zu welchen Veranstaltungen ihr gerne gehen w\u00fcrdet, wenn es m\u00f6glich ist), damit wir besser planen k\u00f6nnen. 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